Verhaltenstherapie Wien Psychotherapie Wien – Wissenswertes

Was finde ich auf der Webseite www.verhaltenstherapiewien.at?
Auf der Webseite www.verhaltenstherapiewien.at finden Sie grundlegende Informationen zu
Psychotherapie, Psychologie, Psychiatrie und Verhaltenstherapie.

Was ist Psychotherapie?
Als Psychotherapie bezeichnet man ein eigenständiges und empirisch belegtes Heilverfahren, welches von einer Psychotherapeutin oder einem Psychotherapeuten erlernt wurde und nach neuesten wissenschaftlichen Methoden und Erkenntnissen ausgeübt wird. Das Ziel einer Psychotherapie ist es, psychische Probleme oder Erkrankungen zu lindern oder zu heilen.

Wozu dient Psychotherapie?
Die Psychotherapie dient der Behandlung von psychischen, psychosomatisch- und psychosozialbedingten Erkrankungen. Eine umfassende Psychotherapie sollte psychische Symptome, Verhaltensstörungen oder Leidenszustände zumindest lindern und im besten Fall ganz beseitigen. Im Mittelpunkt der Therapie stehen Sie als Mensch und es wird daran gearbeitet, dass es Ihnen wieder besser geht.

Bei welchen psychischen Erkrankungen hilft Psychotherapie?

  • Demenz
  • Suchterkrankungen (Nikotin, Alkohol, Drogen, Spiel, Internet, Sex, … )
  • Schizophrenie
  • Manie
  • Manisch-depressive Episoden
  • Depression
  • Phobische Störungen (Agora-, Sozio-, Klaustro-, Hunde-, Spinnen-,Schlangenphobie,… )
  • Angststörungen
  • Panikstörung
  • Zwangsstörungen (Zwangshandlungen, Zwangsgedanken)
  • Essstörungen (Anorexia nervosa, Bulimia nervosa, Binge-Eating-Disorder, … )
  • Sexualstörungen
  • Belastungsstörung
  • Anpassungsstörung
  • Somatoforme Störungen (Somatisierungsstörung, Hypochondrie, Anhaltende Schmerzstörung, … )
  • Verhaltensauffälligkeiten
  • Persönlichkeits- und Verhaltensstörungen
  • Verhaltens- und emotionale Störungen mit Beginn in der Kindheit und Jugend

Ist jede Psychotherapie gleich?
Weltweit gibt es ca. 300 unterschiedliche Psychotherapierichtungen. In Österreich werden ca. 30 davon ausgeübt. Von diesen 30 verschiedenen Methoden sind ca. 20 beim Österreichischen Bundesministerium für Gesundheit anerkannt. Verhaltenstherapie, spezieller: kognitive Verhaltenstherapie, nennt sich das Psychotherapieverfahren, welches ich anwende.

Was ist Verhaltenstherapie?
Verhaltenstherapie ist die am meisten untersuchteste Psychotherapiemethode. In der Verhaltenstherapie geht man davon aus, dass Verhalten angelernt ist und wieder verlernt werden kann. Genauso sind viele unserer Gedanken angelernt und laufen unbewusst und automatisch ab und dies wird dann zum Problem, wenn wir immer wieder dieselben Fehler machen, ungünstige Muster wiederholen, in Beziehungen unglücklich Leben und an einer
psychischen Erkrankung leiden. Wenn man bedenkt, dass negative Gefühle von
pessimistischen Gedanken ausgelöst werden, dann kann man, mit Hilfe neuen Verhaltens oder hilfreicherer Gedanken, anstatt der bisherigen, auch bessere Gefühle, als bisher haben. Der Verhaltenstherapeut oder die Verhaltenstherapeutin hilft ihnen dabei Unbewusstes bewusst werden zu lassen und es dann zu verändern, um ein besseres Leben führen zu können.

Ist Verhaltenstherapie wirksam?
Von allen psychotherapeutischen Richtungen wurde die Verhaltenstherapie am häufigsten in wissenschaftlichen Studien untersucht. Forschungsberichte in zahlreichen Kliniken belegen, dass Verhaltenstherapie bei ca. 80 – 90% der Patientinnen und Patienten wirksam ist. Da in Universitätskliniken weltweit Verhaltenstherapie ausgeführt wird, wurden unzählige standardisierte verhaltenstherapeutische Therapieprogramme entwickelt. Das heißt, dass es
für viele psychische Erkrankungen wie zum Beispiel Depressionen, Ängste, Panikattacken,
Zwangsstörungen und viele mehr klare Vorgaben und konkrete Therapieschritte gibt, die in einer Verhaltenstherapie angewendet werden (können) und bei einem Großteil der Patientinnen und Patienten zum Erfolg führen.

Was ist die kognitive Verhaltenstherapie?
Die kognitive Verhaltenstherapie ist eine Form der Verhaltenstherapie, die sich seit den 1960er Jahren aus der Verhaltenstherapie entwickelt hat. Sie entstand, da die Wichtigkeit der Kognitionen (Gedanken) und deren Beeinflussung auf unsere Gefühle entdeckt wurden. Aus dieser Entdeckung hinaus wurde eine Vielzahl an sogenannten kognitiven Techniken entwickelt, die in der Verhaltenstherapie gelehrt werden um unangenehme Gefühle zu beseitigen und angenehme Gefühle hervorrufen zu können.

Welche Methoden gibt es innerhalb der Verhaltenstherapie?
Da Verhaltenstherapie aus der Psychologie, gibt es ein breites Spektrum an
Behandlungsmethoden. Einige Methoden, die ich anwende, werden wie gefolgt genannt:
Angstbewältigungstraining
Systematische Desensibilisierung
Flooding
Aversionstherapie
Reaktionsverhinderung
Rollenspiele
Progressive Muskelentspannung
Genusstraining
Kognitive Therapie
Rational-Emotive Verhaltenstherapie
Stressmanagement
Selbstverbalisation bzw. Selbstinstruktionstraining
Achtsamkeitsbasierte Stressreduktion
Kognitive Umstrukturierung
uvm.

Wie lange dauert eine Verhaltenstherapie?
Im Unterschied zu anderen Psychotherapierichtungen ist Verhaltenstherapie eher eine „Kurzzeittherapie“, bei der viele Störungen in 20 – 40 Psychotherapiesitzungen behandelt werden. Es gibt aber auch Erkrankungen, die manchmal auch eine längere Therapie
benötigen.

Was ist eine Psychologin oder ein Psychologe?
Eine Psychologin oder ein Psychologe ist ein/e Wissenschaftlerin, der/die das Studium der Psychologie erfolgreich beendet hat.

Was ist eine Gesundheitspsychologin oder ein Gesundheitspsychologe?
Als Gesundheitspsychologin oder Gesundheitspsychologe bezeichnet man die neuere Bezeichnung für jemand, der das Studium der Psychologie absolviert hat und darauf  aufbauend eine mindestens zwei-jährige Zusatzausbildung abgeschlossen hat um auch mit kranken Personen arbeiten zu können.

Was ist eine klinische Psychologin oder ein klinischer Psychologe?
Als Klinische Psychologin oder Klinischer Psychologe bezeichnet man die ältere Bezeichnung für jemand, der das Studium der Psychologie absolviert hat und darauf  aufbauend eine mindestens zwei-jährige Zusatzausbildung abgeschlossen hat um auch mit kranken Personen arbeiten zu können.

Was ist eine Psychotherapeutin oder ein Psychotherapeut?
Eine Psychotherapeutin oder ein Psychotherapeut ist jemand, der die langjährige und kostenintensive Ausbildung Psychotherapieausbildung, die sich in Psychotherapeutisches Propädeutikum und Psychotherapeutisches Fachspezifikum gliedert, abgeschlossen hat. Die Ausbildung umfasst über 1000 Stunden Theorie, 1000 Stunden Praxis, Supervision und Lehrtherapie.

Was ist der Unterschied zwischen einem Psychologen und einem Psychotherapeuten?
Ein Unterschied liegt in der Ausbildung. Eine Psychologin oder in ein Psychologe studiert Psychologie an einer Universität, eine Psychotherapeutin oder ein Psychotherapeut macht die Ausbildung in einem Verein oder Institut. Eine Psychologin oder ein Psychologe arbeitet, sofern sie/er nicht eine Zusatzausbildung hat, mit gesunden Menschen. Eine Psychotherapeutin oder ein Psychotherapeut arbeitet vor allem mit Kranken. Die meisten Psychologinnen und Psychologen absolvieren nach ihrem Studium noch die Ausbildung zur Psychotherapeutin oder zum Psychotherapeuten, da sie ein umfassenderes und spezielleres Wissen für die Behandlung ihrer Patientinnen und Patienten haben wollen.

Was ist eine Psychiaterin oder ein Psychiater?
Eine Psychiaterin oder ein Psychiater ist ein Arzt, der das Studium der Medizin und eine Zusatzausbildung im Fach Psychiatrie abgeschlossen hat.

Was ist der Unterschied von einer Psychiaterin oder einem Psychiaterin zu einer Psychotherapeutin oder einem Psychotherapeuten?
Im Unterschied zur Psychotherapeutin oder zum Psychotherapeuten verschreibt eine Psychiaterin oder ein Psychiater Medikamente und führt keine Psychotherapie oder psychologische Behandlung durch, es sei denn, die Psychiaterin oder der Psychiater hat eine Zusatzausbildung.

Wie läuft eine Psychotherapie ab?
Eine Psychotherapie läuft in der Regel wie gefolgt ab: Der Patient/die Patientin meldet sich telefonisch beim Psychotherapeut seiner Wahl, erzählt ihm/ihr kurz sein Anliegen und fragt, ob der Therapeut mit dieser Problematik arbeitet. Sollte der Therapeut zustimmen, wird ein Erstgespräch vereinbart, bei dem wir uns persönlich kennenlernen. Beim Erstgespräch wird der Grund des Erscheinens genauer erfragt und es werden zahlreiche Informationen  rund um die Person erhoben. Ein Erstgespräch ist unverbindlich und bedeutet noch nicht, dass mit der Therapie begonnen wurde. Ihnen steht es frei, sich auch noch nach anderen Therapeuten umzusehen oder es sich zu überlegen. Ein Erstgespräch kostet so viel, wie jede andere Psychotherapiestunde. Sollten Sie sich dann für eine psychotherapeutische Behandlung entscheiden findet diese anfangs für gewöhnlich einmal pro Woche statt. Später wird der Abstand der Sitzungen meistens größer bis die Therapie ganz beendet wird. Sollte es aus zeitlichen oder finanziellen Gründen nicht möglich sein, könnte die Therapie auch in größeren zeitlichen Abständen stattfinden.

Wie lange dauert eine Psychotherapie?
Eine Psychotherapiesitzung dauert für gewöhnlich 50 Minuten. Die Anzahl der Sitzungen variiert je nach Anzahl und Schwere der Belastungen. Die Sitzungsanzahl hängt auch stark von der Psychotherapiemethode ab. Die Methode, nach der ich arbeite, nennt sich Verhaltenstherapie. Verhaltenstherapie ist eine lösungsorientierte Psychotherapie, bei der etliche Störungen in nur 20-40 Sitzungen behandelt werden. Nur wenige  schwerwiegende Erkrankungen werden über mehrere Jahre behandelt. Bei den meisten anderen psychotherapeutischen Methoden dauert die Behebung psychischer Störungen wesentlich länger.

Wie bekomme ich eine Psychotherapie?
Am besten Sie kontaktieren mich per Telefon. Sollte ich nicht abheben können, rufe ich sobald als möglich zurück. Die zweite Möglichkeit, wie sie zu einer Psychotherapie kommen, ist,  mir eine E-Mail zu schreiben. Als Drittes können sie auch noch das Kontaktformular nutzen.

Was kostet eine Stunde Psychotherapie?
Eine Einheit Einzelpsychotherapie dauert 50 Minuten und kostet in meiner Praxis derzeit 90€.

Wer zahlt die Psychotherapie?
Die Psychotherapie ist privat zu bezahlen, einen Teil der Kosten bekommen Sie von der Krankenkasse rückerstattet. Außerdem: Beinahe jede private Krankenversicherung retourniert die Kosten für die psychotherapeutische Behandlung, sofern dies vertraglich vereinbart ist. Die Kosten für Psychotherapie können auch im Steuerausgleich bzw. der Arbeitnehmerveranlagung als außergewöhnliche Belastungen abgesetzt werden.

Werden die Kosten der Psychotherapie von der Krankenkasse übernommen?
Eine volle Kostenübernahme oder Kostenerstattungen der gesetzlichen Krankenkasse ist derzeit nicht möglich. Es besteht aber die Möglichkeit einen Teil der Kosten rückerstattet zu bekommen.

Folgende Kosten werden rückerstattet:

  • Gebietskrankenkasse erstattet 28 Euro
  • KFA Wien erstattet 28 Euro
  • SVB erstattet 50 Euro
  • BVA erstattet 40 Euro
  • VAEB erstattet 28 Euro
  • SVA erstattet 21,80 Euro

Was muss ich tun um die Kosten von der Krankenkasse rückerstattet zu bekommen?
Das Vorgehen ist einfach. Am besten sie gehen vor der ersten spätestens nach der ersten psychotherapeutischen Sitzung zu ihrem Hausarzt und bitten im um eine ärztliche Untersuchung und eine Bestätigung für Psychotherapie. Wenn sie ihrem Hausarzt sagen, dass sie diese Bestätigung für den Kostenzuschuss von der Krankenkasse benötigen, weiß er, was zu tun ist. Diese Bestätigung reichen sie dann mit meiner Honorarnote und der Zahlungsbestätigung bei ihrer Krankenkasse persönlich, per Post oder per E-Mail ein. Dann bekommen sie die Kosten rückerstattet. Sollte ihre psychotherapeutische Behandlung länger als 10 Sitzungen dauern, stellen wir gemeinsam vor der 10. Sitzung einen Antrag auf Kostenzuschuss für Psychotherapie bei ihrer Gebietskrankenkasse. Sie reichen also meistens nur die Honorarnote mit der Zahlungsbestätigung bei ihrer Krankenkasse ein und bekommen einen Teil der Kosten rückerstattet.

Woher weiß ich ob ich eine Psychotherapie brauche?
Wenn es ihnen nicht gut geht, wenn sie schon lange an etwas leiden, wenn Ihnen nahe Angehörige raten sich Hilfe zu holen, wenn sie die Empfehlung von anderen Professionisten (wie z.B. Ärzten) bekommen, wenn Sie Psychopharmaka nehmen, spätestens wenn Sie Selbstmordgedanken haben, dann ist eine Behandlung notwendig. Wenn Sie nicht sicher sind, ob eine Psychotherapie notwendig ist, investieren Sie in ihre Gesundheit und Holen sie die Empfehlung eines Experten ein. Letztendlich entscheiden immer Sie, ob Sie in eine Psychotherapie gehen wollen.

Auf was ist noch zu achten?
Wichtig ist mir, dass Sie sich wohlfühlen, denn nur so ist produktives Arbeiten möglich.
Bei meiner Behandlung möchte ich Ihnen einen geschützten Rahmen bieten, wo Sie, unter meiner Verschwiegenheitspflicht aussprechen können, was Ihnen sonst nicht erlaubt ist.
Als Psychotherapeut bin ich gemäß § 15 Psychotherapiegesetz zur Verschwiegenheit über alle mir in Ausübung meines Berufes anvertrauten oder bekannt gewordenen Geheimnisse verpflichtet.
Sollten Sie unseren vereinbarten Termin nicht einhalten können, bitte ich Sie bis spätestens 24 Stunden vorher abzusagen. Bei verspäteter Absage ist die Sitzung beim darauffolgenden Mal zu bezahlen.

Mein Zusatzangebot
Spitals- und Hausbesuche sind möglich.Bei Bedarf kann ich psychotherapeutische Befunde für Ärzte, PVA, GKK, AMS, Arbeitgeber, Gericht, etc. austellen.

Meine therapeutische Beziehung baut auf Vertrauen, Wertschätzung und Aufmerksamkeit.